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Glücksbringer
Fliegenpilz
Als Glückspilz wird der rote
Fliegenpilz angesehen.
Viele Sagen der Germanen deuten
auf eine tiefe Verehrung des Fliegenpilzes hin.
So wird geschildert, dass Wotan,
der germanische Gott der Extasse und der Erkenntnis, für die
Entstehung der Fliegenpilze zuständig sei.
Der Sage nach reitet Wotan nebst
Gefolge zur Wintersonnenwende durch die Wolken.
Immer dort, wo der Geifer seines
Pferdes auf die Erde fällt, sollen dann neun Monate später
Fliegenpilze aus dem Boden sprießen.
Der Volksglaube bringt den
Fliegenpilz stets mit Hexen und Zauberern in Verbindung,
und entsprechend dem Anlass mit
Vergnügen oder Abscheu,
je nachdem ob ihre Dienste
benötigt wurden oder ihnen erlittenes Übel zugeschrieben
wurde.
Hufeisen

Es wurde zum Glücksbringer, weil
es die Form des aufgehenden Mondes hat.
Eine weitere Deutung geht
auf den heiligen Dunstan zurück, der ein geschickter
Hufschmied war.
Einst sollte er des Teufels Huf
beschlagen, und dabei schlug er so fest zu, dass der Teufel um
Gnade winselte.
Der Heilige hörte aber mit dem
Hämmern erst auf, nachdem der Teufel versprochen hatte,
alle jene zu verschonen,
die ein Hufeisen tragen.
Der Glaube an die Kraft des
Hufeisens, Böses abzuweisen und Glück zu bringen,
ist in der ganzen Welt
verbreitet, vor allem im deutschen Sprachraum, und hier
speziell im lutherischen Norden.
Das Hufeisen muss mit der
Öffnung nach unten gehalten werden, damit das Glück auslaufen
kann.
Hufeisen müssen gefunden
werden, man darf sie nicht suchen.
Sind zumindest noch drei
Hufnägel daran erhalten, so bedeutet das besonderes Glück.
Im Hause wird das Hufeisen meist
über der Schwelle der Haustür angebracht oder aber an einer
Haus-,
Stall- oder Stubentür oder an
einem Deckenbalken. Und dies meist am Silvesterabend,
in der Johannisnacht oder am
Karsamstag.
Eine andere Erklärung für
die symbolische Kraft des Hufeisens liegt darin,
dass das Hufeisen des
Pferdes Schuh ist.
Das Pferd wurde in
prähistorischer Zeit höher geachtet als der Stier.
Vielleicht weil es sich erst
sehr viel später domestizieren ließ und mit seiner Kraft,
mit seinem Aufbäumen, wehender
Mähne und blitzenden Zähnen ein Urbild der unbezähmten Natur
war.
Wotan opferte man Pferde,
die danach verzehrt wurden, was Pferdefleisch als
Alltagsspeise tabu machte.
Und seitdem Pferde als Reit- und
Zugtiere beschlagen wurden, was von den Griechen erfunden sein
soll,
ist das Hufeisen bei allen
Völkern, die Pferde für Krieg und Arbeit brauchten,
als symbolkräftiges Teil fürs
Ganze ein starkes Amulett.
Glückspfennig (heute
wohl Glückscent)

Der Glückspfennig (alter
Pfennig) besteht aus Kupfer.
Dieses, so der alte
Volksglaube, löse allen bösen Zauber und fördere die
Liebesfähigkeit, da es der Venus zugeordnet ist.
Auch galt der
Glückspfennig in früherer Zeit als die kleine Ausgabe des
Segen bringenden Tauftalers
sowie der verschiedenen Weihpfennige und Weihgroschen,
die man zum Schutz vor Hexen an
Stalltüren nagelte.
Außerdem wurden sie in der
Hosentasche getragen, um gegen Lug und Betrug im Wirtshaus wie
beim Viehhandel zu bewahren.
Der Grund, warum das
Finden eines Pfennigs (heute wohl Cent) Glück bringen soll,
liegt in der Deutung, dass
in allem Kleinen der Ursprung für etwas Großes liegt.
Marienkäfer
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Auch Glückskäfer genannt. Als
solcher gilt er,
seit er im Mittelalter der
Gottesmutter Maria geweiht worden ist, von jener er auch
seinen Namen hat.
Unglück soll es hingegen
bringen, wenn man dem Marienkäfer etwas antut oder ihn sogar
tötet.
Ist er rot, hat 7 Punkte am
Rücken, soll er Hexen und Unglück bannen.
Die Zahl 7 ist eine der höchsten
und allgemeinen Glückszahlen.
Schornsteinfeger

Einem Schornsteinfeger zu
begegnen, bedeutet Glück.
Einen seiner Knöpfe zu
berühren noch viel mehr.
Denn früher war man froh
den guten Mann zu begegnen, damit er den Kamin kehrt.
Brach einst ein Feuer aus in den
alten Holzhäusern, brannte meist das halbe Dorf nieder.
Daher brachte der
Rauchfangkehrer einst wirklich Glück wenn man ihn in sein Haus
zog.
Oder: Dem Schornsteinfeger, der
wegen seiner schwarzen Kleidung an den Teufel erinnere,
wurde die Fähigkeit
zugeschrieben, den Teufel selbst oder mit seiner Hilfe andere
Geister zu bannen.
Seither gilt er als
Glücksbringer und der von ihm mitgebrachte Ruß
als besonderer Schutz
gegen Gefahren oder vor Krankheiten.
Seine Rolle als Glücksbringer zu
Neujahr geht auch darauf zurück,
dass die Schornsteinfeger
traditionell zu diesem Termin ihre Jahresrechnung legten,
und aus diesem Anlass vielfach
als erste Gratulanten auftraten.
Glücksschwein

Der wilde Eber war das heilige
Tier der germanischen Götter.
Die germanische Göttin Freya
trug beispielsweise den Beinamen Syr (Sau),
und Schweine waren Opfertiere
für die griechische Göttin Demeter.
In europäischen Kulturen war die
Sau aber auch Symbol für Wohlstand.
Das Glücksschwein gilt von
alters her als Fruchtbarkeitssymbol und Glücksbringer.
Zu Neujahr sollte man
einen Schweinsrüssel oder zumindest Schweinefleisch essen,
damit man im kommenden
Jahr Glück hat, so der Volksglaube.
Früher gab es nur selten
Fleisch zu essen.
Wer ein Schwein hatte, wurde
meist schon als reich und glücklich angesehen.
Glücksklee

Ein dreiblättriges Kleeblatt ist
Normalität.
Ein vierblättriges - genau wie
das Glück - etwas sehr außergewöhnliches,
man muss lange Ausschau halten,
bis man eines findet.
Glück bringt es aber nur, wenn
man es verschenkt und es muss zuvor ohne zu Suchen gefunden
werden!
Es soll vor Zauber und Hexen
schützen, und es soll "hellsichtig" machen,
seinen Besitzer das wahre Wesen
einer Sache oder Person erkennen lassen.
Unter das Kopfkissen
gelegt zeige es den Mädchen im Schlaf ihren Zukünftigen.
Wenn es ohne Wissen des
Priesters unter einem Altartuch versteckt
und dann dreimal die Messe über
ihm gelesen wurde,
helfe es gegen fast alles,
auch gegen Hieb- und Stichwunden und gegen Blitz.
Es sei Glück verheißend, weil es
jedes Heil vervielfältigt,
und die frommen Christen
erinnere es an das Kreuz und seine Verheißung der
Auferstehung.
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