| Brickegickel
„Brickegickel” ist der vergoldete, ein Kreuz bekrönende Hahn auf der Alten Brücke. Um ihn rankt sich eine der bekanntesten Frankfurter Sagen.
Damit die Brücke zum vereinbarten Termin fertig werde, verbündete sich der Baumeister mit dem Teufel. Als Lohn verlangte der Teufel das erste Lebewesen, das über die Brücke geht. Der Baumeister wusste, das er es sein würde, denn es war üblich, das ein Baumeister als erster sein Werk betrat. Der Teufel vollendete die Brücke tatsächlich über Nacht. Der Baumeister sah sein Schicksal vor Augen. Als er des Morgens einen Hahn krähen hörte, kam ihm der rettende Gedanke: Er nahm den Hahn und jagte ihn als erstes Lebewesen über die Brücke. Der Teufel war wütend, er griff den Hahn und warf ihn durch die Brücke, so daß ein Loch entstand, das nie zugemauert werden konnte, sondern nur mit Bohlen belegt war. Der Teufel hätte am liebsten die gesamte Brücke zerstört, doch da läuteten die Glocken, und es näherte sich der feierliche Zug mit einem voran getragenen Kreuz, um die Brücke einzuweihen. Der Baumeister ließ ein kunstvolles Kreuz mit einem goldenen Hahn auf der Mitte der Brücke, auf dem Kreuzbogen, anbringen.
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